Archiv | Dezember, 2011

Sylvester

31 Dez

Liebes Tagebuch,

ich wollte nur noch einmal die Gelegenheit nutzen, allen Leuten zu danken, die mir einen guten Rutsch wünsschten und ihnen und auch allen anderen Leser einen guten Rutsch zu wünschen.

Also, guten Rutsch, aber rutscht nicht zu schnell!

良いお年を!

Und bedenkt, es könnte das letzte Sylvester sein, da nächstes Jahr ja die Welt untergeht 😉

So, ich mach mich auf die Socken zu unserer Party. Ich werd mal schauen, ob ich zu eurem oder vor eurem 0:00 noch nach Hause kommen kann und Skype anwerfe.

Aber jetzt muss ich wirklich los, ich muss meine Klassenkameraden über unser Sylvester aufklären und koreanisches und burmesisches  Essen essen gehen!

Liebe Grüße

Nico

 

Ach, und für alle Interessierten: Klick

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Post-Weihnachtliche Stimmung

29 Dez

Liebes Tagebuch,

ich habe die Weihnachtszeit gut überstanden und ich kann auch endlich hier wieder schreiben. Die letzten Tage waren entspannt und ruhig. Weihnachten hat viel Spaß gemacht. Wir saßen zusammen und jeder hat etwas zu Essen gemacht. Dekoration (unter anderem die von meiner Familie gesandte) hat alles ein noch gemütlicher gemacht. Bei heißem Kakao, Hühnchen, überbackenen Toasts, Chili und anderen „weihnachtlichen“ Gerichten ließen wir es uns gut gehen. Als Nachtisch gab es Pudding aus meinem kleinen Hort.

Ich bin froh, dass mein Paket noch rechtzeitig angekommen ist. Sie sollten in nächster Zeit wahrscheinlich auch alle anderen erreichen (je nachdem wie mein Weihnachtsengel sie erreicht).

Es war schade, dass ich dieses Jahr Weihnachten nicht zusammen mit Familie und Freunden verbringen konnte, aber es hat dennoch Spaß gemacht. Ich habe eine menge schöner Sachen geschickt bekommen. Zuerst zwei Päckchen von meiner Familie und am 25. nochmal von vielen Freunden. Ich wollte allen noch einmal herzlich danken für die vielen süßen und tollen Dinge. Auch wenn einige Geschenke warten müssen, bis ich wieder zurück bin, haben mich alle sehr glücklich gemacht. Außerdem ist es schön etwas aus der HEimat zu haben, denn die japanische Esskultur ist doch ein wenig anders als unsere.

Ein weiteres Weihnachtsgeschenk, das ich am 27. erhalten haben, ist der Umstand, dass ich für die Zeit nach den ersten Prüfungen, wo wir ein wenig Frei haben werden, einen kleinen Zuschuss von der Uni bekomme. Da in der Zeit gerade Franzi zu besuch da sein wird, kommt das natürlich gelegen und wir können uns vielleicht doch die eine oder andere Sehenswürdigkeit angucken, die vorher nicht auf dem Plan stand.

Ich hoffe, auch alle anderen haben Weihnachten gut überstanden und sind nicht geplatzt nach der weihnachtlichen Schlemmerei.

Liebe Grüße

Nico

Weihnachten 24

24 Dez

Liebes Tagebuch,

Während noch in Deutschland alle schlafen, beginnen bei uns die Vorbereitungen für einen der wichtigsten Abende im Jahr. Wir werden heute alle gemeinsam Essen… aber nicht gemeinsam kochen. Das Problem, wenn man mit Personen so vieler verschiedener Herkunftsländer zusammenlebt, ist, dass alle eine unterschiedliche Vorstellung von einem solchen Essen haben und sich auch anders drauf vorbereiten. Da wir keinen gemeinsamen Nenner finden konnten, haben wir gesagt, dass jeder was kocht, so dass alle von jedem was probieren können. Ich bin mal gespannt wie es wird. Da ich jedoch die Herd- und Küchensituation ein wenig entlasten will (da garantiert nicht wenige Leute gleichzeitig kochen wollen), habe ich mich entschlossen, meine Pudding-Vorräte etwas zu dezimieren. Es ist zwar nichts typisch weihnachtliches (solange es kein englischer Weihnachtspudding ist… und den glaube ich will außer unserem Engländer keiner essen), aber süße Sachen gehen immer.

Desweiteren wollte ich die Gelegenheit nutzen, um kurz einem kleinen Weihnachtsengel meine Geburtstagsgrüße zu schicken. Tim, ich wünsche dir alles gute zum Geburtstag und viele Geschenke, sowohl morgens wie auch zur Bescherung.

Aber bis die Bescherung kommt, muss natürlich noch das letzte Türchen geöffnet werden. Eine Kuriosität Japans ist der Gebrauch des Englischen. Da es früher weit verbreitet war, Vokabeln und ähnliches in der japanischen Silbenschrift zu schreiben und Japaner ohne besonderes Training grundsätzlich auch nichts anderes aussprechen können(wollen?) als die in ihrer eigenen Sprache existenten Silben und Aussprachen, kommen manchmal echt kurose Sachen bei raus. Es gibt eine Seite, auf der all diese Sprachunglücke, die gemeinhin als Engrishs bekannt sind, einmal aufgeführt werden. Das kann eine sehr lustige Lektüre sein. Hier zwei Weihnachts-Engrishs.

Beide Bilder stammen übrigens von einer anderen Engrish-Seite, engrishfunny.com

Und für alle, die sich bereits die letzten Tage an SW:tOR erfreuen, hier der Beweis, das Sturmtruppen mehr können als nur rumzustehen und zu ballern.

Ich wünsche euch allen ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest!

メリー・クリスマス

Merii Kurisumasu

Nico

Weihnachten 23

24 Dez

Liebes Tagebuch,

leider bin ich gestern auf Grund von Hausaufgaben und Lernen nicht dazu gekommen, etwas zu schreiben. Nun, da jetzt endlich die Neujahrsferien angefangen haben, kann ich euch mein vorletztes Türchen vorstellen.

Wusstet ihr, dass kleine Kinder in Japan bis zu ihrer einschulung fast vollkommene Freiheit genießen? Sie sind solange nicht gebunden an die gesellschaftlichen Normen und ihnen wird viel Vergeben. Für viele Eltern beginnt die richtige Erziehung erst mit dem Schulalter. Ab dann haben sich die Kinder aber fast sofort einzufügen.

Liebe Grüße

Nico

Weihnachten 21

21 Dez

Liebes Tagebuch,

ich unterbreche kurz mein Weihnachtskalenderprogramm für eine kurze Mitteilung. Heute hatte ich mein estes spürbares Erdbebeben. Es war nichts besonderes und es ist nichtmal irgendwas umgefallen auf meinem Schreibtisch, aber man konnte es seinen Füßen spüren. Es gab gegen frühen Nachmittag ein mittleres Seebeben, dass es sogar bis zu uns geschafft hat. Bis zur Abreise werde ich aber wahrscheinlich nichts kräftigeres mehr spüren, da wir in einer der (wenn nicht sogaer DER) tektonisch stabilsten Regionen von Japan leben.

Unabhängig davon: Wusstet ihr, dass bei japanischen Handys das Knips-Geräusch der Kameras nicht ausgeschalten werden kann? Man sorgte sich darum, dass einige Leute ohne es zu merken aufgenommen werden könnten. Nicht ganz zu unrecht: Es gibt immer wieder ein paar Verrückte, die in Bahnen Fotos von jungen Frauen machen wollen. Sie werden jedoch immer öfter erwischt.

Liebe Grüße

Nico

Weihnachten 20

20 Dez

Liebes Tagebuch,

wusstet ihr, dass Japaner wirklich auf Horoskope und Weissagungen stehen? Es ist fester Teil der Kultur und Geschichte. Noch heute gibt es hier mehr Horoskope als anderswo. Und seltsamere. Zum Beispiel wird man oft nach der Blutgruppe gefragt. Man ordnet hier einigen Blutgruppen bestimmte Charaktermerkmale zu, so wie bei uns den Sternzeichen. Natürlich liest man auch herkömliche Horoskope mit den japanischen Tierkreiszeichen (ähnlich wie die Chinesischen) und den europäischen. Manchmal werden beide auch in Zusammenhang gebracht. An Tempeln und Schreinen kann man kleine Lose kaufen, die einem die nähere Zukunft verraten und Nachts stehen an großen Bahnhöfen kleine Stände mit Wahrsagern. Fakt ist, dass Japaner es mögen, sich die Zukunft weissagen zu lassen. Allerdings behaupten sie steif und fest, dass sie es nur zum Spaß tun und nicht mehr dahinter steckt. Punkt dafür: so rational und pragmatisch wie die meisten Japaner sind, kann man sich das vorstellen…

Liebe Grüße

Nico

Weihnachten 19

19 Dez

Liebes Tagebuch,

wusstet ihr, dass es in Japan den Brauch gibt, zum Jahresende hin und zur Jahresmitte, seinem Vorgesetzten, Lehrer oder anderen Personen, die sich besonders um einen „gekümmert“ haben (z.B. ein Arzt bei langer Krankheit) ein Geschenk zu machen? Er wird im ganzen Land praktiziert. Das Besondere an ihm jedoch ist, dass der Brauch zwar angeblich eine lange Geschichte hat, aber erst durch Werbekampagnen und Massemedien zu dem geworden ist, was es heute ist. Anlässlich des Festes kaufen viele Leute sehr teure Nahrungsmittel (oft in kleinen Quantitäten) in schönen Verpackungen, geben dafür eine überhöhte menge an Geld aus und oft werden die Geschenke vom Empfänger nicht mal selber genossen, sondern weiterverschenkt. Ich würde sagen, es ist ein Beispiel dafür, was Werbung ausrichten kann. Vielleicht ist es ja in ein paar Jahrzehnten sogar ein offizieller Feiertag…

Liebe Grüße

Nico