Taifun #15

22 Sep

Liebes Tagebuch,

gestern haben wir Bekanntschaft mit Taifun #15 gemacht. Schon der Morgen begann so, dass es in Ströhmen regnete, aber da war es praktisch windstill. Unsere Aufnahmegespräche fanden ganz normal statt, nur die Aufnahmezeremonie für die Gruppe, die bereits vor uns angereist war (und ihre im letzten Semester nicht bekommen hatte) wurde abgesagt. Nachdem wir mit dem Unterricht fertig waren und uns in die Mensa setzten um zu Essen, fing der Regen an stürmisch zu werden. Obwohl wir schon zuvor dachten, dass mehr Wasser als am Morgen gar nicht möglich wäre, hat sich die Wassermenge nochmal vervielfacht. Treppen wurden Wasserfällen (wir haben die Stufen zum Teil nicht mehr sehen können), Senken zu Seen und Schirme verwandelten sich in Wohlgefallen. Nachdem wir unseren Orientierungskurs hatten (der vorzeitig beendet wurde, damit wir gerade eine etwas wind- und regenärmere Periode nutzen konnten für den Heimweg) sind wir nach kurzem Zögern nach Hause gegangen. Der Weg war sehr abenteuerlich. Draußen trafen wir nur die armen Herren, die dafür verantwortlich waren, dass trotz Sturm keine der Abflüsse im Rinnstein verstopften (und so es zu partiellen Überschwemmungen kommt). An einer Stelle hat einer von uns schnell mit angepackt, da der arme Mensch der da stand wahrscheinlich innerhalb von 10 Minuten abgesoffen wäre (da gerade zwei Abflüsse gleichzeitig verstopften). Der Regen selber war dabei kein Problem, da der genau aus einer Richtung kam und wir also nur den Schirm in einer Richtung halten mussten. Somit erwischte es nur Schuhe und Hose.

Als wir dann zu Hause ankamen, entledigten wir uns erstmal der nassen Klamotten und kontrollierten unsere Zimmer. Eine Dame hatte vergessen, ihr Fenster zu schließen und so verwandelte sich das Zimmer während ihrer Abwesenheit langsam in einen See. Das Fenster muss wahrscheinlich repariert oder ausgetauscht werden, aber es ist ansonsten nichts passiert.

Gegen Abend wurde der Wind dann noch etwas schärfer. Wir vertrieben uns gerade die Zeit mit einem Kartenspiel, als der Sturm seinen Höhepunkt erreichte und dann auch plötzlich und ohne Vorwarnung abbrach. Von einer Sekudne auf die andere herrschte draußen plötzlich Totenstille. Das hielt ca. eine halbe Stunde an und dann verließen wir das Auge des Sturms wieder. Der Wind war dann nciht mehr ganz so heftig, nur geschüttet hatte es dann noch stark.

Alles in Allem hat man sich gut um uns gekümmert, aber so schlimm war es nicht. Draußen wollte ich zwar nicht sein, aber wir hatten zwischenzeitlich sogar das Fenster offen und es hat uns weder das Fliegengitter zerrissen, noch kam Wasser rein.

Heute morgen sah es dann etwas unordentlich aus, aber zwei Stunden später hat man bis auf einen noch am Rand liegenden Ast nichts mehr vom Stum gesehen und das Universitätsgelände sah wieder blitzblank aus. Hier spricht schon keiner mehr von dem Taifun und wir widmen uns wieder wichtigeren Dinen… wie zum Beispiel dem Umstand dass es in Zukunft wahrscheinlich fast jeden Tag einen Test geben wird.

Liebe Grüße

Nico

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